Fenster richtig sichern: Griffseite und Bandseite
Fenster und Terrassentüren sind der häufigste Einstieg. Was an Griffseite, Bandseite, Kellerfenster und Rollladen wirklich hilft, und was nur so aussieht.
Ein Fenster hebelt man in Sekunden auf, wenn nichts dagegen hält. Die Polizei rät deshalb, zuerst leicht erreichbare Fenster, Balkon- und Terrassentüren zu sichern, und zwar auf beiden Seiten des Flügels.
Griffseite
- Abschließbarer Fenstergriff. Verhindert, dass ein Fenster nach eingeschlagener Scheibe einfach am Griff geöffnet wird. Der erste, günstigste Schritt.
- Pilzkopfverriegelung. Zapfen mit Pilzkopf, die sich beim Verriegeln hinter dem Rahmen verhaken, dazu passende Sicherheitsschließbleche. Bei vielen Fenstern lässt sich der Beschlag nachrüsten.
- Aufschraubsicherungen. Zusatzschlösser, die auf Flügel und Rahmen geschraubt werden, geprüft nach DIN 18104-1. Sichtbar, robust, für Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenster.
Bandseite
Die Scharnierseite wird oft vergessen. Wer nur den Griff sichert, lässt dem Hebel die andere Seite. Bandseitensicherungen sind kleine Winkel oder Bolzen, die den Flügel im Rahmen halten.
Kellerfenster und Lichtschächte
Kellerfenster liegen tief, oft hinter Büschen. Hier helfen Gitter, verschließbare Griffe oder Zusatzschlösser; Lichtschachtroste werden mit Abhebesicherungen gegen das Anheben gesichert.
Was nur so aussieht
- Rollläden sind kein Einbruchschutz. Ein heruntergelassener Rollladen lässt sich hochschieben, wenn er keine Hochschiebesicherung hat, und signalisiert außerdem, dass niemand da ist.
- Gekippte Fenster sind offene Fenster. Für Versicherungen zählt ein gekipptes Fenster als nicht verschlossen.
- Folien und Aufkleber schrecken niemanden ab, der schon am Fenster steht.
Neubau oder Austausch
Wer Fenster ohnehin erneuert, nimmt einbruchhemmende Fenster nach DIN EN 1627, mindestens Widerstandsklasse RC 2. Für vorhandene Fenster sind geprüfte Nachrüstprodukte in fast allen Fällen die wirtschaftlichere Wahl.
Welche Kombination zu Ihren Fenstern passt, sehen wir vor Ort. Die Beratung ist kostenlos.