Sicherungskarte: Warum sie mehr bringt als ein teurer Schlüssel
Was eine Sicherungskarte ist, wie sie Nachschlüssel verhindert und warum ein Zylindertausch nach dem Einzug zum Grundschutz gehört.
Ein Schlüssel, den jeder nachmachen kann, ist nur halb so viel wert wie das Schloss dahinter. Sicherheitszylinder lösen das mit einer Sicherungskarte.
Was die Karte macht
Zu jedem Sicherheitszylinder gehört eine Karte mit einem Code. Nachschlüssel gibt es nur beim Fachhandel oder Hersteller, und nur, wenn die Karte vorgelegt wird. Das Schlüsselprofil ist patentgeschützt; solange der Schutz läuft, dürfen keine freien Rohlinge dafür hergestellt werden. Ein Schlüssel aus der Hand eines Handwerkers, eines früheren Mieters oder einer Aushilfe lässt sich also nicht heimlich vervielfältigen.
Wann Sie den Zylinder tauschen sollten
- Nach dem Einzug. Sie wissen nicht, wer vom Vorbesitzer oder Vormieter noch Schlüssel hat.
- Nach einem Verlust. Ein verlorener Schlüssel mit Adresse am Bund ist eine Einladung.
- Nach einem Einbruch, wenn Schlüssel fehlen könnten.
- Wenn der Zylinder außen übersteht. Mehr als drei Millimeter Überstand lassen sich abbrechen; dann passt ein Zylinder in richtiger Länge, geschützt durch einen Beschlag mit Zylinderabdeckung.
Ein Schlüssel für alles
Mehrere Zylinder lassen sich gleichschließend bestellen: ein Schlüssel für Haustür, Keller, Garage und Briefkasten. Für Mehrfamilienhäuser und Betriebe gibt es Schließanlagen, bei denen jeder Schlüssel genau die Türen öffnet, die er soll.
Not- und Gefahrenfunktion
Bei vielen Zylindern lässt sich die Tür von außen nicht öffnen, wenn innen ein Schlüssel steckt. Mit Not- und Gefahrenfunktion geht es trotzdem, wichtig für Haushalte mit Kindern oder älteren Menschen.
Bewahren Sie die Sicherungskarte so auf, dass Sie sie finden, aber nicht am Schlüsselbund. Geht sie verloren, kann der Fachhandel in vielen Fällen eine Ersatzkarte beim Hersteller beantragen.